Weihnachten ist doch kein Scheiß
Ein Theaterprojekt mit Jugendlichen vom Kulturkreis Agenda 21

 

Elwin ist nicht wie andere Kinder. Er sagt schonungslos ehrlich,

was er denkt. Das kommt nicht immer gut an. Schon gar nicht beim Bandenchef Marek. Doch der hat selbst Probleme, die er mit Aggressivität überspielt.

Eines Tages treibt er es auf die Spitze und wird von der „Gang“ ausgeschlossen. Doch was versteckt sich hinter seinem Verhalten?

Elwin und seine syrische Freundin Qitura kommen dem Problem auf die Schliche. Können sie ihm helfen?

 

Das Theaterstück für Jugendliche und Erwachsene beschäftigt sich mit dem Thema Ausgrenzung, Anderssein und wie wichtig Freundschaft und Verständnis sind. 

Aufführungen fanden im Pfarrheim Essenbach am Samstag, 24. November und Samstag, 1. Dezember 2018 statt.

 

Die Schirmherrschaft übernahm 1. Bürgermeister Dieter Neubauer:

 

Liebe Bürgerinnen und Bürger,

ich hoffe Sie hatten Gelegenheit, das Theaterstück „Weihnachten ist doch kein Scheiß" des Kulturkreises Agenda 21 zu besuchen und hatten dabei genau so viel Freude mit dem Stück, wie ich.

 

Kunst und Theater verfolgen in der Regel nie einen Selbstzweck, sondern vermitteln eine Botschaft hinter dem geschaffenen Werk. Auch beim Stück „Weihnachten ist doch kein Scheiß“ wird mindestens eine Botschaft an uns alle gerichtet. Und diese ist nicht nur als klassische Weihnachtsbotschaft zu verstehen, sondern beschäftigt sich und uns mit Dingen und Verhaltensmustern, die sich zeitaktuell in unserer Gesellschaft abspielen. 

 

Dem Kulturkreis Agenda 21, und hier ganz besonders Sylvia Wimmer, verdanken wir mit dem Theaterstück ein Jugendprojekt in Zusammenarbeit mit der Mittelschule Essenbach. In dessen Rahmen haben sich Jugendliche aus Essenbach, darunter zwei syrische Jugendliche, mit Erwachsenen in vielen Stunden Freizeit zu den notwendigen Proben zusammengefunden. Als Erster Bürgermeister habe ich sehr gerne die Schirmherrschaft für dieses Projekt übernommen und freue mich, über das große Interesse, dass die Besucherinnen und Besucher der Aufführungen gezeigt haben. 

 

Für uns alle ist die Beschäftigung mit unseren Jugendlichen, mit Migration, dem Anderssein und der Ausgrenzung im Allgemeinen von großer Wichtigkeit. Es geht dabei nicht nur um unsere gegenwärtige gesellschaftliche Situation, sondern darüber hinaus auch um unsere, ja die Zukunft unserer Kinder und kommender Generationen. Wir schaffen jetzt die Basis für das, was in vielen Jahren einmal Gegenwart sein wird. 

 

In diesem Kontext ist zum Beispiel auch die Jugend- und Sozialarbeit an Schulen, auf die der Markt Essenbach in seiner Mittel- und den Grundschulen großen Wert legt, ein wertvoller „Betreuungs- und Beratungsbaustein“, der insbesondere zu einer Sensibilisierung zum Thema „Ausgrenzung – mit all seinen möglichen (und manchmal unfassbaren) Facetten“ führen soll. 

 

Dem Kulturkreis Agenda 21 mit allen Darstellern und Helfern danke ich an dieser Stelle nochmals herzlich für ihr großes Engagement und beglückwünsche sie zu ihrer erfolgreichen Umsetzung.

Ihnen, verehrte Leserinnen und Leser, wünsche ich an dieser Stelle ein gesegnetes, friedliches und ruhiges Weihnachtsfest sowie ein erfolgreiches und vor allem gesundes Jahr 2019

 

Herzlichst,

Ihr Erster Bürgermeister

Dieter Neubauer

 

 

Peter Themessl von Radio Trausnitz hat am 18.11.2018 über uns in einem kleinen Radiobeitrag berichtet.